Projekte wurden zu Leuchtturmprojekten, wenn sie in besonderer Weise zur Erreichung der Entwicklungsziele beitragen. Sie sollten Innovationscharakter und für die weitere positive Entwicklung der ILE-Region eine besonders hohe Bedeutung haben. Zudem werden in ihnen große Umsetzungschancen gesehen. Die Leuchtturmprojekte sollen im Regionalmanagement vorrangig umgesetzt werden. Die übrigen Projektideen werden in einem anderen Rahmen weiterverfolgt.
Das Projektranking des ILE-Leiningerlandes ergab sich wie folgt (Beschreibung s.u.):
Leuchtturmprojekte:
1. Gemeinsames Informationsorgan Leiningerlan
2. Römische Palastvilla Boßweiler
3. Rad- und Wanderwege Leiningerland
4. Marketing Leiningerland
5. Ausbildung und Qualifizierung im Leiningerland
6. Begegnung der Generationen (Mehrgenerationenhaus)
Außerdem soll im Rahmen des Regionalmanagements ein „Regionalstrategischer Dialog“ stattfinden (ehemals Projektgruppe „Netzwerk Dorfentwicklung“).
Initialprojekt
1) Gemeinsames Informationsorgan Leiningerland
Das Projekt beinhaltet die Entwicklung eines alle drei Gebietskörperschaften umfassenden gemeinsamen Informationsorgans. Es soll marktgerecht und ansprechend aufgemacht sein und ein Kompromiss zwischen Werbeblatt und Informationsmedium darstellen. Ziel ist es, die Region übergreifende Informationen über die Gemeinden, Vereine, Veranstaltungen, Attraktionen etc. zu veröffentlichen, wie z.B. amtliche Bekanntmachungen der Gebietskörperschaften und wichtige und aktuelle Themen des Leiningerlandes. Durch die Abdeckung des gesamten Leiningerlandes und damit die Informationsweitergabe über alle Gemeinden kann das „Wir-Gefühl“ innerhalb der Region gestärkt werden.
Leuchtturmprojekte:
2) Römische Palastvilla Boßweiler
Auf dem Gebiet des Boßweiler Hofes in Quirnheim deuten Luftbildaufnahmen auf eine größere, noch nicht freigelegte römische Ansiedlung hin. Möglicherweise handelt es sich um ein Herrenhaus mit Nebengebäuden mit einer Gesamtlänge von bis zu 190 m. Damit würde die Villa zu den größten römischen Landvillen in den nördlichen Provinzen gehören.
Die Projektidee „Römische Palastvilla Boßweiler“ sieht vor, die Villa freizulegen und aktiv „erlebbar“ zu machen. Ziel ist es nicht, die Ausgrabungsstätte lediglich sichtbar zu machen und einzuzäunen. Daneben soll auf dem Gelände etwas „Neues“ errichtet werden, welches die Funde einbezieht. Denkbar wäre u. U. die Ansiedlung eines Weinhotels mit Restaurant in einer gehobenen Preisklasse. Das Projekt hat sowohl kommunalen Nutzen für die umliegenden Gemeinden (Tourismus, Infrastruktur) als auch eine enorme überregionale Bedeutung.
3) Rad- und Wanderwege Leiningerland
Das Projekt behandelt den Ausbau und die Aufwertung der Wander- und Radwege im Leiningerland. So sollen Grünstrukturen in der freien Landschaft geschaffen, „Möblierung“ und Rastplätzen an landschaftlich reizvollen Stellen errichtet sowie Zugangsmöglichkeiten an (Fließ-)Gewässern hergestellt werden. Des Weiteren sieht das Projekt eine Schließung der Lücken im Radwegenetz vor. Ziel ist auch eine Bewerbung der Wanderwege und Sehenswürdigkeiten Nahe des neuen Prädikatswanderwegs "Pfälzer Weinsteig" und ggf. die Ausweisung einer "Extratour" (kleiner Prädikatswanderweg mit Anbindung an den "Pfälzer Weinsteig").
Durch die Aufwertung kann von einem Zuwachs an Radfahrern und Wanderern ausgegangen werden, was sich positiv auf den Tourismus auswirkt (Steigerung der Übernachtungszahlen, Ausgaben bei Gastronomie etc.).
4) Marketing Leiningerland
Die Ziel dieses Projektes ist es, das Leiningerland stärker als bisher als Gesamtregion zu vermarkten und innerhalb der Pfalz zu positionieren, um den Fremdenverkehr im Leiningerland zu stärken. Das Projekt sieht vor, die touristischen Angebote, Veranstaltungshinweise etc. einheitlich zu vermarkten (Teilprojekt „Corporate Design“), die Region überregional bekannt zu machen (Teilprojekte „Überregionale Werbung“ und „Messeteilnahmen“) und die Zugehörigkeit der Gemeinden zum Leiningerland hervorzuheben (Teilprojekt „Ortseingangsbeschilderung“). Das Leiningerland soll dabei als „Untermarke“ der Pfalz vermarktet werden.
5) Ausbildung und Qualifizierung im Leiningerland
Das Projekt „Ausbildung und Qualifizierung im Leiningerland“ beinhaltet drei Teilprojekte, die das Ziel haben, Ausbildungsberufe im Leiningerland stärker bekannt zu machen und Jugendlichen Einblicke in die Berufe zu ermöglichen. So soll eine Praktikumsbörse für das Leiningerland im Internet eingerichtet, Möglichkeiten zur Begleitung von Schüler/innen beim Praktikum und der Berufsorientierung geschaffen sowie Auftritte von Unternehmen an den Schulen in Form von Bewerbertagen forciert werden.
6) Begegnung der Generationen (Mehrgenerationenhaus Leiningerland)
Ziel des Projektes, das zusammen mit dem Bündnis für Familie entwicklt wurde, ist die Schaffung eines regionalen Mehrgenerationenhauses (Neu- oder Umbau) als Kommunikationspunkt und mit Angeboten für alle Altersklassen. Angestrebt werden sollen u. a. kulturelle Angebote, Freizeitangebote für Kinder, insbesondere für 12- bis 17-jährige, eine generationenübergreifende Tagesstätte, eine Begegnungsstätte für Menschen zur seelischen Unterstützung, Mehrgenerationenwohnen und ein alle Altersklassen übergreifender Treff.
Regionalstrategischer Dialog / Netzwerk Dorfentwicklung
Ziel ist es, einen fachlichen und informativen Austausch in den Gemeinden zu Themen der Dorfentwicklung anzuregen, gemeinsame Strategien zu entwickeln, interkommunal zu kooperieren und die Öffentlichkeit über dieses Thema zu informieren. Es soll ein Netzwerk von Vertretern der Kommunen, Planern, Investoren und Verwaltungsmitarbeitern gegründet werden, in welchem die sich Mitglieder zu Schwerpunktthemen wie zukunftsgerechte Wohn- und Bauformen, Demografie, innerörtliche Entwicklungspotentiale, Stadt- und Dorferneuerungskonzepte und Dorfkernsanierung austauschen. Auch die Umsetzung der ILE-Projekte soll Thema des Netzwerkes sein.




